Werbefachmann Tom Moreno (Stephan Luca, „Keinohrhasen“, „Resturlaub“) ist ratlos. War der unverbesserliche Macho doch bis jetzt mit seiner “Nach-drei-Nächten-ist-Schluss-Taktik” bisher immer erfolgreich, so beißt er sich an seiner neuen Kollegin Elisa (Marleen Lohse, „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“) die Zähne aus. Die Rollen im Spiel um Sex und Liebe werden neu verteilt und genau damit hat Tom ein großes Problem.
Doch dies ist noch längst nicht alles. Toms Chef verkündet, dass die Werbeagentur kurz vor dem Aus steht. Zu allem Überfluss zieht auch noch Toms junggebliebene und äußerst attraktive Mutter (Corinna Harfouch) über ihm ein, was allerlei Peinlichkeiten für den Sohnemann mit sich bringt. Toms Freunde haben derweil so ihre eigenen Probleme. Luke verfällt Toms Mutter, Vince findet seine Frau nackt in Toms Wohnung vor, und Toms Mitbewohnerin “Paule” (Anna Thalbach, „Der Baader Meinhof Komplex“, „Krabat“) mutiert vom unscheinbaren Kumpel-Typ zum verführerischen Vamp.
Der Film „Kein Sex ist auch keine Lösung“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Mia Morgowski, in welchem mit viel Witz und Charme die kleinen Unterschiede zwischen Mann und Frau thematisiert werden.
Stephan Luca besticht als mehr oder weniger sympathischer Egoist mit Ecken und Kanten; Regisseur Torsten Wacker lässt seinen Hauptdarsteller häufig direkt in die Kamera sprechen, was der kurzweiligen, jedoch ein wenig zu viel mit Klischees behafteten Story das gewisse Etwas verleiht. Aber auch die anderen Charaktere sind, obwohl stereotyp, alles andere als uninteressant. Armin Rohde („Keinohrhasen“, „Contagion“) spielt überzeugend den inkompetenten Chef, der die Firma zugrunde richtet und so manchen Zuschauer wohl an seinen eigenen Vorgesetzten erinnern dürfte. Corinna Harfouch als Toms sexuell extrovertierte Mutter wirkt allem Klischee zum Trotz überaus real. Besonders hervorzuheben ist allerdings Anna Thalbachs Leistung als Paule, die in ihrer Rolle als Verführerin, aber auch zu Beginn als ruhige, „asexuelle“ Mitbewohnerin ihre Szenen zu beherrschen weiß.
In Gastrollen sind der ehemalige Handballspieler Stefan Kretzschmar sowie Moderatorin Collien Ulmen-Fernandez zu sehen.
Alles in allem ist „Kein Sex ist auch keine Lösung“ eine unterhaltsame, wenn auch sehr klischeebeladene Komödie, die wenig Langeweile aufkommen lässt. Die Einbeziehung des Zuschauers durch den Hauptdarsteller wirkt frisch und lässt den Film aus der Menge deutscher Beziehungspossen hervorstechen. Unschuldiges Vergnügen ohne intellektuellen Anspruch.
