Kino im Kiez Ein Film Blog 2012-02-17T18:57:01Z http://www.kino-im-kiez.de/feed/atom WordPress kino-im-kiez <![CDATA[Dreharbeiten zu TV-Serie “Gentle Ben”]]> http://www.kino-im-kiez.de/?p=140 2012-02-17T18:56:25Z 2012-02-17T18:49:46Z gentle ben Dreharbeiten zu TV Serie Gentle Ben

Ein Blick hinter die Kulissen im Juni 1967: Die Dreharbeiten der Television-Serie “Gentle Ben” in Miami, Florida. Die Serie “Gentle Ben” lief auf CBS in den Jahren 1967 bis 1969. Gentle Ben wurde vom in Miami ansässigen Ivan Tors Studios produziert. Schauspieler Dennis Weaver trat auf als Everglades Park-Ranger. Die Serie befasste sich mit dem Park-Ranger und seiner Familie bzw. mit ihrer Beziehung zu einem alten Bären namens Ben.

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kino-im-kiez <![CDATA[Inside Job]]> http://www.kino-im-kiez.de/?p=136 2012-02-12T17:56:00Z 2012-02-12T17:55:27Z inside job Inside Job2007 erschütterte die Immobilienkrise die USA und die gesamte Weltwirtschaft. Es entwickelte sich die schlimmste Finanz- und Wirtschaftskrise seit 1929. Doch was haben die Verantwortlichen daraus gelernt, welche Regelungen wurden verschärft und welche Vorkehrungen wurden getroffen, um eine erneute tiefe Rezession dauerhaft zu verhindern? Der Dokumentarfilm „Inside Job“ von Charles H. Ferguson kommt zu einem ernüchternden Urteil.

Der „Inside Job“

Der von Sony produzierte Film „Inside Job“, der die Vorgeschichte, die Ereignisse der Finanzkrise und deren Folgen aufarbeitet wurde 2010 bei den Filmfestspielen in Cannes präsentiert. 2011 wurde die Dokumentation mit dem Oscar ausgezeichnet.
Im englischen Sprachgebrauch bezeichnet ein „Inside Job“ ein Verbrechen, welches von einer Person in einem Unternehmen begangen wurde, welche dort viel Vertrauen genossen hat und kaum Kontrollen unterlag.
Genau solche Verbrechen wurden durch Investmentbanker, Hedgefondsmanager und Spekulanten an der Wall Street begangen. Bei der Oscar-Verleihung kritisierte Ferguson dementsprechend, dass ebenjene Personen weder ihre Jobs verloren haben, noch irgendwelche anderen gerichtlichen Konsequenzen befürchten mussten. Leider verhallte dieser moralische Appell in der gehetzten Oscarverleihung 2011.

Die Dokumentation „Inside Job“ beginnt in Island. Sie zeigt die Ruinen der Traumschlösser, die sich das Land um die Jahrtausendwende baute, als die Banken privatisiert wurden und Aktienkurse und Villen von Neureichen gleichermaßen in die Höhe schossen.
Der Film wird dabei durch Interviews und Fernsehberichte unterbrochen. Finanzexperten, wie die Chefin des IWF Christine Legarde sprechen über den „Tsunami“, den die Finanzkrise auslöste. Die Erzählerstimmer Matt Damons führt dabei durch die aufreibende Dokumentation und durch die moralischen Abgründe, die Korruption und die Gier im Mikrokosmos der Finanzwelt.
Es werden jene Verbindungen zwischen Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Finanzindustrie offen gelegt, welche die Beteiligten blind gegenüber den Risiken werden ließ.

Vor der Krise ist nach der Krise

Leider zeigt „Inside Job“ aber auch das seit der Finanzkrise nicht viel passiert ist. Die Personen, die die Finanzwelt unter George Bush überwachten, überwachen diese auch noch unter Barack Obama. Es wurden keine personellen Veränderungen veranlasst, geschweige denn umfassende Regelungen zur Stabilität des Finanzmarkts implementiert. Da viele Verantwortlichen an der Schnittstelle zwischen Wall Street und Politik arbeiten, wolle man gar nicht, dass die gefasst würden, die sich schuldig gemacht haben, so eine These des Films.

Charles H. Fergusons kritische Dokumentation liefert einen tiefen Einblick in die Finanzwelt, prangert die Schuldigen an und ruft zur Empörung aus. Es ist eine schnell geschnittene Achterbahnfahrt durch die Tiefen und Höhen der Wall Street und der US-amerikanischen Finanzwelt – provokant, schonungslos und sehenswert.

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kino-im-kiez <![CDATA[Filmplakat für Maisies Marriage (1923)]]> http://www.kino-im-kiez.de/?p=124 2012-02-17T18:57:01Z 2012-02-04T16:04:05Z maisies marriage Filmplakat für Maisies Marriage (1923)Film-Plakat für “Maisies Marriage” von 1923. Ein Film mit dem bekannten britischen Stummfilm Star Lillian Corridor-Davis. For Adults only – der Film unterlag einer aggressiven Zensur-Kampagne – er wurde als “zu locker” angesehen.

Bild aus dem Nationwide Archives Uk

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kino-im-kiez <![CDATA[Filmkritik “Ziemlich beste Freunde”]]> http://www.kino-im-kiez.de/?p=127 2012-01-29T02:06:45Z 2012-01-31T17:06:19Z ziemlich beste freunde 225x300 Filmkritik Ziemlich beste FreundeEigentlich ist Driss nur gekommen, um eine Unterschrift zu kriegen, die ihm weitere Bezüge durch das Arbeitsamt sichert. Für die ausgeschriebene Stelle ist er sowieso nicht geeignet, denn er ist vorlaut, respektlos und arbeitsscheu. Doch genau darin sieht der aristokratische Feingeist Philippe seine Stärken und engagiert ihn – zum Erstaunen von Freunden, Angestellten und Driss selbst. Die Anstellung verschafft dem jungen Pöbler nicht nur luxuriöse Annehmlichkeiten, sondern auch einen 24-h-Job: Philippe ist vom Hals abwärts gelähmt und bedarf umfassender Betreuung und Pflege in ALLEN Bereichen. Für Driss – der noch nie Verantwortung übernehmen musste – eine ungewohnte und anstrengende Aufgabe, an der er jedoch Stück für Stück wächst. Und auch für Philippe – der bisher sehr zurückgezogen lebte und entsprechend schrullig ist – brechen andere Zeiten an, denn Mitleid und falsche Rücksichtnahme gibt es nun nicht mehr…

Dass die Geschichte um eine ungewöhnliche Männerfreundschaft so überzeugt, liegt nicht allein an der Tatsache, dass sie auf einer wahren Begebenheit beruht. Die beiden Hauptdarsteller laufen in ihren jeweiligen Rollen zu Höchstform auf und ergänzen sich prächtig. Wo der eine als „typischer“ Vertreter einer Unterschicht hyperaktiv herumtänzelt, anzüglich oder brutal wird und seinen weichen Kern unter einer rauen Schale verbirgt, ist der andere durch die Darstellung des „besser gestellten“ Querschnittsgelähmten einzig auf Mienenspiel und verbale Äußerungen angewiesen. Zusammengehalten werden diese explosiven Gegensätze durch die Frauenfiguren, deren jede eine andere weibliche (Un-) Tugend zu verkörpern scheint.

Die Regisseure erzählen ihre Story humorvoll, unsentimental und warmherzig. Es wird weder beschönigt noch dramatisiert. Und schon gar nicht moralisiert: Philippes Haschischkonsum, seine Besuche bei Prostituierten und das Fliehen vor dem langersehnten Date werden ebensowenig (ab-)gewertet wie Driss’ rüder Umgang mit seiner Familie oder seine erfrischend laienhafte Einstellung zu Kunst und Kultur. Sie werden als das dargestellt, was sie sind: situationsbedingte Eigenheiten von einzigartigen Persönlichkeiten.

Fazit: Ein Film, der durch seinen unbeschwerten Umgang mit einem ernsten Thema gleichermaßen unterhält wie berührt. Wer ihn gesehen hat, wird sich über den Ansturm in den Kinos nicht mehr wirklich wundern.

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kino-im-kiez <![CDATA[Filmstar Helen Twelvetrees]]> http://www.kino-im-kiez.de/?p=123 2012-02-17T18:56:46Z 2012-01-27T22:53:57Z teeves Filmstar Helen TwelvetreesFilmstar Helen Twelvetrees, eine der ersten amerikanischen Frauen mit einer Hauptrolle in einem australischen Film. Das Foto entstand ca. 1936-7 / Foto von Sam Hood

2963094580 6da63793a6 Filmstar Helen Twelvetrees
Bild aus der State Library of New South Wales Sammlung

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kino-im-kiez <![CDATA[Verblendung die Zweite]]> http://www.kino-im-kiez.de/?p=106 2012-01-22T16:41:04Z 2012-01-22T16:41:04Z verblendung 225x300 Verblendung die ZweiteMan kann sich fragen, ob sich David Fincher mit einer zweiten Version der großartigen schwedischen Verfilmung einen Gefallen getan hat. Um es kurz zu machen, ja, hat er! Sollte das Publikum eine amerikanisierte Version der Millennium Reihe sehen? Ja, sollte es!

Die amerikanische Version des schwedischen Vorgängers hat, auch aufgrund eines überragenden Daniel Craig als Mikael Blomkvist und einer grandiosen Rooney Mara als Lisbeth Salander leicht die Nase vorn.

Man sollte die geschriebene Millennium Reihe eher nicht als Schablone für den Film nehmen. Das würde, auch aufgrund seiner ganzen Komplexität, das Publikum verwirren. Aber trotz der gestrichenen Passagen aus dem kolossalen Meisterwerk der Autors Stieg Larsson, ist dem Regisseur David Fincher, nach “Sieben”, ein zweiter grandioser Coup gelungen. 158 Min voller Spannung lassen den Zuschauer vergessen, dass sie schließlich fast drei Stunden auf ihren Plätzen sitzen. Fincher hätte auch 240 Minuten zeigen können, und der Film hätte sich, gefühlt, nicht in die Länge gezogen.

Vielleicht ist Verblendung aber auch wegen seiner Tagesaktualität so interessant. In Anbetracht des Norwegischen Attentäters Breivik oder auch der deutschen Zwickauer Zelle, zeigt der Film uns doch auch, das der schon tot geglaubte braune Sumpf noch allgegenwärtig ist. Der Film ist schonungslos. Seine Gewaltszenen sind schockierend und haben durch die seichte Enya-Musik ala Orinoco Flow doppelte Wirkung.

An sich wirft dieser Film keine Kontroversen auf. Eher die Frage, warum so kurz nach dem schwedischen Vorgänger, der in seiner Umsetzung eine nicht mindere Qualität aufweist, eine zweite Version gedreht wurde. Einerseits, denke ich, dass das amerikanische Publikum, welches den europäischen Film noch immer Stiefmütterlich behandelt, eine Hauseigene Produktion eher annehmen würde. Andererseits wollte Fincher hier wohl seine eigene Interpretation, die sich, doch mehr als ihr Vorgänger, an die Romanvorlage Larssons hält, umsetzen.

Daniel Craig hat in diesem Film gezeigt, dass er ein vollkommener Schauspieler ist. Von seinem Image ala Janmes Bond ist hier nichts zu spüren. Man entdeckt eine ganz andere Seite an ihm. Craig und Rooney Mara stellen ein perfektes Team. Voller knisternder Erotik ohne Übertreibung. Man kauft ihnen eine gewisse Seelenverwandtschaft ab.

Einzig das Ende hätte doch etwas spektakulärer sein können. Es ist ein absolutes Sahnestück der amerikanischen Filmindustrie. Nur die Schokostreusel zum Schluss sind vergessen worden.

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kino-im-kiez <![CDATA[Filmkritik “Blutzbrüdaz”]]> http://www.kino-im-kiez.de/?p=96 2012-01-15T17:02:29Z 2012-01-15T15:14:29Z Blutzbruedaz 300x235 Filmkritik BlutzbrüdazOtis (gespielt von Sido) und Eddy (gespielt von B-Tight) sind beste Freunde. Ihre Freundschaft geht so weit, dass sie wie Brüder für einander sind. Otis und Eddy träumen von der großen Rapkarriere, doch für dieses Unternehmen fehlen den beiden Kontakte im Buisness, sowie das nötige Kleingeld. Ärger scheinen sie aber im Überfluss zu haben. Und das nötige Talent sowieso. Als dann die ersten Erfolge im Rapgeschäft eintreten, wird ihre Freundschaft auf die Probe gestellt.
Der Titel der Komödie, “Blutzbrüdaz”, der zunächst irgendwie machohaft und sehr gewollt wirkt, lässt im ersten Augenblick vermuten, dass es sich um einen Pseudorapfilm handelt, wie wir sie schon zu genüge kennen. Doch der erste Eindruck täuscht. Der Regisseur Özgür Yildirim hat mit diesem Film eine herrliche, selbstironische Komödie geschaffen, die es sich lohnt anzuschaun.

Manche werden vielleicht sagen, dass es sich um einen ähnlichen Film und Aufftritt seitens Sido handelt, wie im vorhergegangenen Rapfilm von Bushido “Zeiten ändern sich”. Doch scheint Sido von der schlechten Bewertung und der Blamage seines Kollegen und Bambi – Preisträgers Bushido gelernt zu haben. Sido bringt einen absolut sehenswerten und lustigen Auftritt auf die Leinwand und distanziert sich schauspielerisch meilenweit von Bushido. Vielleicht liegt das einfach daran, dass Sido sich, im Gegensatz zu seinem Ex – Erzfeind, nicht so ernst nimmt. Man fühlt sich von dem Streifen wunderbar unterhalten und erst gegen Ende scheint sich der Film ein wenig in eine Standard Dramatik, wie schon in sovielen Filmen, zu verstricken, wobei er hier ein wenig den Schwung verliert.

Der Zuschauer bekommt auch einen glaubwürdigen und realen Eindruck der Musikszene, in der es hart zur Sache geht. Wie weit kann man gehen ohne sich selbst aus den Augen zu verlieren und seine Seele an oberflächliche Musikfuzzis zu verlieren? Soll man sich selbst treu bleiben oder folgt man der Masse und dem Mainstream?
Vielleicht ein wenig unerwartet und überraschend, erwartet die Kinobesucher eine unterhaltsame und gut gelungene Komödie.

Die Story, gewürzt mit guter Musik und tollem Humor, wird nie langweilig. Echte Freundschaft steht im Kontrast zur kalten, herzlosen Musikbranche. Alles in allem, ein positives Resümee, den Film betreffend.

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kino-im-kiez <![CDATA[Filmkritik: Kein Sex ist auch keine Lösung]]> http://www.kino-im-kiez.de/?p=67 2012-01-10T20:36:27Z 2012-01-11T08:33:29Z Kein Sex ist auch keine Loesung 519x734 212x300 Filmkritik: Kein Sex ist auch keine LösungWerbefachmann Tom Moreno (Stephan Luca, „Keinohrhasen“, „Resturlaub“) ist ratlos. War der unverbesserliche Macho doch bis jetzt mit seiner “Nach-drei-Nächten-ist-Schluss-Taktik” bisher immer erfolgreich, so beißt er sich an seiner neuen Kollegin Elisa (Marleen Lohse, „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“) die Zähne aus. Die Rollen im Spiel um Sex und Liebe werden neu verteilt und genau damit hat Tom ein großes Problem.
Doch dies ist noch längst nicht alles. Toms Chef verkündet, dass die Werbeagentur kurz vor dem Aus steht. Zu allem Überfluss zieht auch noch Toms junggebliebene und äußerst attraktive Mutter (Corinna Harfouch) über ihm ein, was allerlei Peinlichkeiten für den Sohnemann mit sich bringt. Toms Freunde haben derweil so ihre eigenen Probleme. Luke verfällt Toms Mutter, Vince findet seine Frau nackt in Toms Wohnung vor, und Toms Mitbewohnerin “Paule” (Anna Thalbach, „Der Baader Meinhof Komplex“, „Krabat“) mutiert vom unscheinbaren Kumpel-Typ zum verführerischen Vamp.

Der Film „Kein Sex ist auch keine Lösung“ basiert auf dem gleichnamigen Roman von Mia Morgowski, in welchem mit viel Witz und Charme die kleinen Unterschiede zwischen Mann und Frau thematisiert werden.
Stephan Luca besticht als mehr oder weniger sympathischer Egoist mit Ecken und Kanten; Regisseur Torsten Wacker lässt seinen Hauptdarsteller häufig direkt in die Kamera sprechen, was der kurzweiligen, jedoch ein wenig zu viel mit Klischees behafteten Story das gewisse Etwas verleiht. Aber auch die anderen Charaktere sind, obwohl stereotyp, alles andere als uninteressant. Armin Rohde („Keinohrhasen“, „Contagion“) spielt überzeugend den inkompetenten Chef, der die Firma zugrunde richtet und so manchen Zuschauer wohl an seinen eigenen Vorgesetzten erinnern dürfte. Corinna Harfouch als Toms sexuell extrovertierte Mutter wirkt allem Klischee zum Trotz überaus real. Besonders hervorzuheben ist allerdings Anna Thalbachs Leistung als Paule, die in ihrer Rolle als Verführerin, aber auch zu Beginn als ruhige, „asexuelle“ Mitbewohnerin ihre Szenen zu beherrschen weiß.
In Gastrollen sind der ehemalige Handballspieler Stefan Kretzschmar sowie Moderatorin Collien Ulmen-Fernandez zu sehen.

Alles in allem ist „Kein Sex ist auch keine Lösung“ eine unterhaltsame, wenn auch sehr klischeebeladene Komödie, die wenig Langeweile aufkommen lässt. Die Einbeziehung des Zuschauers durch den Hauptdarsteller wirkt frisch und lässt den Film aus der Menge deutscher Beziehungspossen hervorstechen. Unschuldiges Vergnügen ohne intellektuellen Anspruch.

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kino-im-kiez <![CDATA[Filmkritik: Rubbeldiekatz]]> http://www.kino-im-kiez.de/?p=62 2012-01-05T23:33:54Z 2012-01-05T23:23:36Z rubbeldiekatz 212x300 Filmkritik: RubbeldiekatzNach “What a Man” kam am 15. Dezember 2011 der zweite Film mit Matthias Schweighöfer in der Hauptrolle in die Kinos. Mit seiner neuesten Komödie “Rubbeldiekatz” setzt Regisseur Detelev Buck auf ein altbewährtes Konzept. Bereits in Filmen wie Tootsie oder Mrs. Doubtfire schlüpften Schauspieler wie Dustin Hoffmann und Robin Williams erfolgreich die Rolle des anderen Geschlechts und lösten so lustige Verwechselungen und Missverständnisse aus. Auch Rubbeldiekatz funktkioniert nach diesem Schema.

Der erfolglose Schauspieler Alex Honk (Matthias Schweighöfer) verwandelt sich, angestachelt von Bruder und Manager Jürgen (Detlev Buck) in die blonde Schönheit Alexandra um eine Nebenrolle in einem großen Hollywood-Naziepos zu ergattern.
Wider Erwarten ist der cholerische, überkandidelte US-Regisseur begeistert von der großgewachsenen Alexandra und verleiht ihr die Nebenrolle. Dumm nur, dass sich Alex im Laufe des Drehs in die zauberhafte Hauptdarstellerin Sarah Voss (verkörpert von Alexandra Maria Lara) verliebt, mit der er kurz zuvor einen One-Night Stand hatte.
Diese erkennt ihn jedoch nicht wieder und betrachtet “Alexandra” als ihre neue beste Freundin. Dass der Hitlerdarsteller (brilliant: Max Giermann) gleichzeitig in heißer Liebe für Alexandra/Alex entbrennt und ihr nachstellt, verkompliziert die Situation nur noch weiter, noch dazu drohen Alex Kumpels und seine Ex-Freundin die Maskarade auffliegen zu lassen.

Sunnyboy Matthias Schweighöfer schafft es die Frauenrolle mit gewohntem Charme glaubhaft zu verkörpern und man muss wirklich zweimal hinsehen, um den Mann hinter der Fassade zu entdecken. Als Alex gibt er den niedlichen, leicht tollpatschigen Wuschelkopf, der verzweifelt versucht sein Leben in den Griff zu bekommen. Auch Alexandra Maria Lara weiß zu überzeugen. Die Chemie zwischen den beiden Hauptdarstellern stimmt und die gemeinsamen Szenen bergen sowohl echte Komik, als auch viele, glaubhaft dargestellte, Emotionen. Liebevoll gezeichnete Nebenfiguren wie Detlev Buck als Alex’ Bruder oder Milan Peschel als schwuler Kostümbildner bereichern den Film zusätzlich. Auch die Männerfreundschaft von Alex’ WG-Mitbewohnern und Bruder Jürgen, liefert einige wunderbare Szenen, wie etwa die des winterlichen Grillens im Park. Mit der Porträtierung des überkandidelten US-Regisseurs und der Wahl des Nazifilms als Genre, nimmt Buck das amerikanische Kino und Hollywood aufs Korn.

Dass der Film manchmal zu sehr ins Klamaukhafte abrutscht, und auf platte Gags wie unter der Toilettentür hervorlugende Plastikbrüste zurückgreift, verzeiht man dem liebenswerten Ensemble rund um Matthias Schweighöfer, Alexandra Maria Lara, Max Giermann und Detlev Buck dabei gerne.
Alles in allem ist Rubbeldiekatz trotz kleinerer Unstimmigkeiten ein sehenswerter, sehr lustiger Film mit durchgängig sympathischen Darstellern, die in ihren Rollen zu überzeugen wissen.

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kino-im-kiez <![CDATA[Kino im Kiez wünscht allen einen guten Rutsch]]> http://www.kino-im-kiez.de/?p=87 2011-12-31T15:05:34Z 2011-12-31T15:04:54Z
  • Großes Kino im Kiez Willkommen auf dem Kino im Kiez Blog. Da ich ein...
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    Kino im Kiez wünscht allen Filmfans einen guten Rutsch und ein gutes, gesundes und filreiches Jahr 2012.
    Auch im Jahr 2012 werden wir wieder viele Filme vorstellen und hoffen so Ihnen einen guten Überblick über Hollywood, Bollywood und Babelsberg geben zu können.

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